Pädagogik in der heutigen Zeit
Die Pädagogik hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen in der Bildungslandschaft zu bilden und gleichzeitig zu erziehen. Dabei ist die Altersklasse vollkommen irrelevant. Sie wird lediglich von den Fachkräften unterrichtet und in ihrem jeweiligen Kontext entwickelt. Mit kleinen Kindern wird anders Unterricht durchgeführt als mit älteren, die weitgehend sich selbst in der Erziehung überlassen werden und lediglich hin und wider Anstöße erhalten. Außerdem unterscheiden sich die Erziehungsmethoden in öffentlichen Einrichtungen von denen in Internaten in Deutschland.
Geschichte der Pädagogik
Eine lange historische Entwicklung zeichnet die Pädagogik aus. Zunächst einmal war die Pädagogik auf die Erziehung in der Schule reduziert. Hier sollten die Kinder zu mündigen Bürgern erzogen werden. Die Lehrenden wurden in den Nachbardisziplingen wie Philosophie, Theologie, Psychologie und Soziologie unterrichtet. Als erster Professor der Erziehungswissenschaft wurde Ernst Christian Trapp im Jahre 1779 berufen. In den folgenden Jahren entwickelten sich dann unterschiedliche Richtungen worunter die freie Pädagogik, die Pestalozzischule und die Waldorfpädagogik einem weiteren Kreis bekannt sein dürften.
Pädagogik als Lebensziel
Allen diesen pädagogischen Richtungen gemeinsam ist, dass sie darüber diskutieren inwieweit Kinder und Erwachsene erzogen werden müssen oder sollen oder ob es Grenzen der Pädagogik gibt, wonach dann jedem Menschen selbst überlassen werden muss sich eigenständig zu entwickeln. Nicht geklärt ist bis heute, welche Form der Pädagogik sich als die wirkliche Richtung entwickelt hat. Ist es wichtig ein Vorbild zu sein und immer wieder in die Interessen jeden Einzelnen einzugreifen oder reichen lediglich Anstöße aus. Die unterschiedlichen Schulen sprechen hierfür eine eigene Sprache.
Erziehung nach Alter
Heute wird die Pädagogik für verschiedene Altersstufen von entsprechenden Fachkräften unterrichtet und gebildet. Kinder im Vorschulalter kennen ihre Erzieherinnen. Lehrer unterrichten in unterschiedlichen Altersstufen bis zum 19. Lebensjahr. Danach übernehmen Fachkräfte die Unterrichtung bis hin zu den Universitäten. Außerhalb der Lehranstalt erfahren bestimmte Klientel, die ihre Leben neu gestalten müssen, eine erzieherische Maßnahme.
Pädagogen als Gestalter eines Lebensentwurfs
Letztlich ist es Sache des einzelnen, wie er die Erziehung seitens der Pädagogen aufnimmt. Wird es für nötig gehalten sich neue Orientierungen geben zu lassen oder reicht einfach nur ein Gespräch zur weiteren Lebensgestaltung aus. Pädagogen werden immer dort gefragt sein, wo ein Mensch Hilfe zur Selbsthilfe benötigt, wenn ihm Hilfsmitteln fehlen, um in einer breiten Gesellschaft sich auf einem bestimmten Bildungslevel zu bewegen. Insofern haben Pädagogen die Aufgabe Bildung an die Menschen heranzutragen, sie in ihrer Entwicklung als mündige Bürger für die Zukunft zu formen.
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Wir alle plädieren für mehr Menschlichkeit gegenüber Kindern, bemitleiden die Kleinen, die viel zu früh am Morgen zur Schule müssen. Sie sitzen zu lange still, was ihrem Bewegungstrieb entgegenläuft. Es wird Hochkonzentration verlangt, dabei kaum Ausgleich geboten, obwohl längst bekannt ist, wie wichtig das Herumtoben für Intelligenz und Gehirnleistung ist. Das gilt für Kinder wie Erwachsene.
Rudolf Steiners Anthroposophie geht über die Anthropologie hinaus. Neben der Erforschung der rationalen Welt sieht er die Aufgabe des Geistesmenschen, das Geheimnis dahinter zu erforschen. Der Mensch soll sich seiner selbst bewusst werden.
Entsprechend wirkte sich diese Erkenntnis in seinem Wirken aus, unter anderem in einer neuen Schulform, die ursprünglich den Arbeiterkindern der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik Stuttgart zugute kam. Heute existieren überall Waldorfschulen als Grundschulen und an etlichen lässt sich das Abitur ablegen. Seit über 80 Jahren können Steiners Ideen an der Freien Hochschule Stuttgart als Waldorfpädagogik bis zum Masterabschluss studiert werden. Doch sie stoßen bis heute auf vehemente Befürworter und strikte Gegner.
Unbestritten ist, dass die Kinder kreativer als ihre Kameraden in den staatlichen Schulen aufwachsen. Der natürliche Spieltrieb, der Motor für begeistertes Lernen, wird nachhaltig gefördert. Zahlreiche Handarbeiten, der Umgang mit Werkzeugen, Musik und Tanz stehen auf dem Programm und führen die Kinder zu ihren ureigensten Bedürfnissen. Dieses Selbsterschaffen stärkt das Selbstvertrauen und kommt in anderen Schulen definitiv zu kurz.
Trotzdem bleibt die Frage, ob die Kinder optimal auf die Realität vorbereitet werden. Mancher normale Schullehrstoff könnte sicher gut und ohne Nachteile durch Kreativität und Bewegung ersetzt werden. Doch der weitgehend fehlende Anreiz sich durchzusetzen, Ehrgeiz zu entwickeln, schwierige Phasen durchzustehen und manches andere haben Eltern, die ihr Kind bis zum Waldorfabitur begleitet haben, verzweifeln lassen. Es fehlt der Ansporn, sich in das manchmal harte Weltgetümmel zu stürzen, Konkurrenz auszuhalten, sich selbst auch einmal Härte zuzumuten. Bewerbungen müssen geschrieben, Vorstellungsgespräche absolviert und Arbeitsplätze erkämpft werden.
Man kann das grundsätzlich ablehnen und sich eine bessere Welt wünschen - dagegen ist nichts zu sagen. Doch die Realität unserer Gesellschaft verlangt den Kindern jetzt, hier und heute gewisse Qualifikationen ab, die sie einbringen müssen. Und sei es nur, um später konsequent für eine bessere Welt zu kämpfen.
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Rechenkünstler, jüngste Abiturienten des Landes und die deutsche Meisterin im Gedächnissport. All diese Jungen Elite-Schüler brachte das Internat "Schloss Torgelow" auf den Weltmarkt und verschaffte ihm einen rennomierten Namen in Sachen Bildung.
Schloss Torgelow ist eines von vielen deutschen Elite-Internaten und befindet sich in Torgelow bei Waren an der Müritz. Mit seinen 231 Schülern ist es nicht gerade ein großes Internat, jedoch erwirtschaftet es ca. 5 Millionen Euro im Jahr. Monatlich belaufen sich die Kosten auf die stattliche Summe von 2500 Euro.
Was zählt ist Leistung, nicht der Geldbeutel. Der Direktor hängt deshalb jede Woche den Leistungsstand jedes Schülers mit Farbe in Klassen eingeordnet aus und stachelt sie zu mehr Leistung an.
Das Grundprinzip des Gymnasiums ist es, Schüler mit herausragenden Fähigkeiten zu fördern und zu Pushen. Das geschieht dann z.B. durch auftritte im Fernsehn, Artikel in der lokalen und in bundesweiten Zeitungen. Werbung wird dabei auch gemacht. Der Schulleiter gibt an, dass er im Jahr lediglich knapp 100.000 Euro für Werbung ausgibt. Anzeigen werden dann im deutschen Ärzteblatt oder in der Geolino geschaltet.